Track 7 · Zwischen Feuer und Freiheit

Weite Welt

Ein Jahr verging in engen Kreisen, die Tage still, kaum noch am Reisen. Ich war gefangen, Stück für Stück, und ließ dabei mein eignes Glück.

Die Liebe ging, sie brach entzwei, ließ leere Räume, machte frei. Ein leiser Schmerz blieb tief in mir, denn auf dem Weg verlor ich mich und wir.

Doch dann war da, ganz still und klar, ein Freund, der einfach bei mir war. Ganz ohne Plan, ganz ohne Pflicht, nur jemand, der mein Schweigen bricht.

Ich sagte: Hör, was in dir klingt, wohin dein eignes Sehnen dringt. Sieh hin, was draußen leise blüht, und was in dir schon weiterzieht.

Ich trat hinaus aus grauer Zeit, ließ los die schwere Müdigkeit. Die Welt war eng, mein Blick war leer, doch irgendetwas wollte mehr.

Dann kam Bewegung, leis und sacht, du hast mich wieder rausgebracht. Wir gingen einfach, Stück für Stück, und fanden Schritt für Schritt zurück.

Kein großes Ziel, kein fester Plan, nur Wege, die man fühlen kann. Die Weite, die sich vor uns zeigt, ein Weg, der sich von selbst verzweigt.

Ein Lachen hier, ein Blick zurück, ein warmer Tag, ein neues Glück. Die Haut erinnert sich daran, wie Leben wieder fühlen kann.

Da ist ein Knistern, zart und klein, ein leiser Strom zwischen uns zwein. Doch tiefer noch fühl ich in mir: Die Welt wird weit – nicht nur durch „Wir“

Der Frühling liegt auf meiner Haut, in allem, was sich neu vertraut. In jedem Atem, jedem Schritt nehm ich mich selbst nun wieder mit.

Und was auch kommt, wohin ich geh, ich spür, dass ich im Leben steh. Nicht nur gehalten, nicht nur zwei – vor allem bin ich wieder frei.

Video · Weite Welt

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